Feigwarze Übertragung & Verbreitung Krankheitsverlauf & Symptome Diagnose Behandlung

Krankheitsverlauf & Symptome der Feigwarze

Nach etwa vier Wochen, in Einzelfällen sogar erst nach einigen Monaten, zeigen sich die ersten sichtbaren Symptome: kleine, flache Knötchen, die sich gruppenartig mit 5 – 15 Warzen ausbreiten. Werden die Feigwarzen nicht erkannt, wachsen die Knötchen weiter, haben später eine blumenkohlartige Oberfläche und sind von rötlicher, weißlicher oder graubrauner Färbung. Die kleinen Knötchen verursachen kaum Beschwerden, sind jedoch hoch infektiös.

Wo treten die Feigwarzen auf?

Feigwarzen können an den verschiedensten Stellen auftreten:
  • Schamlippen
  • Scheide
  • am Gebärmutterhals
  • Penis
  • im Analbereich

Was sind die typischen Symptome?

Typische Symptome für Feigwarzen sind:
  • Juckreiz
  • Brennen
  • Blutungen
  • Ausfluss

Kann ich eine Infektion selbst arkennen?

Nein. Oftmals sind die kleinen Feigwarzen nicht mit bloßem Auge erkennbar, können jedoch mit Hilfe von Essigsäure sichtbar gemacht werden.

Wie geht es weiter?

30% aller Feigwarzen-Erkrankungen heilen unbemerkt und spontan von selbst ab. Bei anderen Krankheitsfällen können die Feigwarzen über Monate und Jahre fortbestehen und wachsen. Untersuchungen haben ergeben, dass das Immunsystem eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Feigwarzen zu spielen scheint. Feigwarzen entstehen bevorzugt dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist bzw. wenn immunsupressive Medikamente eingenommen werden müssen. HPV-Erreger stehen im Verdacht, an der Entstehung von Krebs, insbesondere Gebärmutterhalskrebs, beteiligt zu sein. Dies ist ein Grund, bei Vorhandensein der entsprechenden Symptome einen Arzt aufzusuchen. Der Arzt stellt die Diagnose mit Hilfe von Abstrichen, die feinmikroskopisch bzw. molekularbiologisch untersucht werden. Hat sich der Verdacht auf Feigwarzen bestätigt, wird eine Therapie mit den Medikamenten Imiquimod oder Interferon eingeleitet. Möglich ist auch die Therapie mit einem Zellgift, Podophyllotoxin, das jedoch äußerster Vorsicht bei der Anwendung bedarf. Möglich ist auch die Entfernung der Feigwarzen durch Elektrokoagulation, Kryotherapie bzw. einen chirurgischen Eingriff.

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