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Die Übertragung des für die Entstehung von Feigwarzen (Kondylomen) ursächlichen HPV-Virus erfolgt meist durch ungeschützten Geschlechts- oder Oralverkehr sowie andere intime Praktiken zwischen Sexualpartnern. Als möglicher Übertragungsweg kommen aber auch nicht-sexuell verursachte Schmierinfektionen etwa durch die Benutzung von Handtüchern oder Hygieneutensilien durch mehrere Personen in Betracht. Gemeinsames Baden kann möglicherweise ebenfalls zur Infektion führen. Sogenannte Ko-Risikofaktoren sind u. a. eine präsente Alkohol-, Nikotin- oder Drogenabhängigkeit sowie bei Frauen die Anzahl der Geburten.
Verbreitung von Feigwarzen und Übertragung durch sexuelle Kontakte
Feigwarzen zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen. Ihre Verbreitung hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten enorm zugenommen. Betroffen sind vor allem junge Männer und Frauen zwischen dem 20. und 24. Lebensjahr. Dabei wächst das Risiko einer Ansteckung mit zunehmender Anzahl der Sexualpartner.
Feigwarzen bevorzugen ein feuchtes Milieu, wie es vor allem genitale Schleimhäute (Eichel, Vorhaut, innere Schamlippen) aufweisen. Hautverletzungen, Entzündungen, ein bereits geschwächtes Immunsystem oder die Einnahme von Medikamenten mit Auswirkung auf das Immunsystem können eine HPV-Infektion ebenfalls begünstigen.
Bei etwa 1 bis 2 % der sexuell aktiven Männer und Frauen zwischen dem 15. und 45. Lebensjahr sind sichtbare Kondylome nachweisbar. Weitere 5 bis 10 % der infrage kommenden Bevölkerung weist sogenannte subklinische, durch HPV-Viren verursachte Schädigungen (Läsionen) im Bereich der Geschlechtsorgane und des Anus auf, die mit dem bloßen Auge gar nicht oder nur schwer erkennbar sind. Bei etwa 60 % der Erwachsenen lassen sich HPV-Antikörper im Blut nachweisen, woraus auf eine bereits durchgestandene HPV-Infektion geschlossen werden kann. Die Wahrscheinlichkeit, sich mindestens einmal im Verlaufe des aktiven Sexuallebens mit HPV zu infizieren, ist somit extrem hoch.
Schutz durch Kondome
Kondome bieten einen sehr wirksamen, jedoch keinen zuverlässigen Schutz vor einer HPV-Infektion, da sich das Virus nicht nur durch Körperflüssigkeiten, sondern auch auf dem Wege des Hautkontaktes beispielsweise mit den äußeren Genitalien einer infizierten Person verbreitet.
Nichtsexuelle Übertragung und Grenzfälle
Während der Geburt kann das HPV-Virus von den mütterlichen Geschlechtsorganen auf das Kind übertragen werden.
Bei Kindern vorhandene Warzen im Genital- und Analbereich können auf einen sexuellen Missbrauch hindeuten. Vor allem dann, wenn andere Übertragungswege des verursachenden HPV-Virus auszuschließen oder nicht zu klären sind, sollte ein möglichst einfühlsamer Kinderarzt oder Kinderpsychologe konsultiert werden.
Ebenso ist aber auch eine zufällige Übertragung durch Kontakt mit anderen bereits infizierten Körperteilen, z. B. den Fingern, möglich.
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